Fragen & Antworten

Wussten Sie schon?

Schdammwürze, Maische, unda- und obagärige Brauweise – für vuie is de Kunst des Bierbrauns a Buach mid siebn Siegln. Falls`s scho imma moi wissn woidn, wos eigndlich hinda den Begriffn schdeckd und wia sich de verschiedna Biere in da Art der Herschdellung und der verwendtn Zutadn undascheidn, schaun`s rei. Mir deckn auf, was`s scho imma üba den würzign Gersdnsaft wissn woidn – von A wia alkohoifrei bis Z wia Zwicklbier.

Mehra erfahrn »

  • Wos isn Schdammwürze?

    Unda Schdammwürze verschdehsd an Zuckaghoid vom Bier vorm Vergärn. Währnd am Brauprozess werd am Moiz sei Schdärgn zu Zucka, der nachad, währnd dem Gärungsprozess mit Huif von da Hefe zum Alkohoi und zur Kohlnsäure werd.

    A Schdammwürze von 12% bedeid 12g Zucka in 100g Würze. Grob gschätzd entschdehd aus 2.5% Schdammwürze 1% Alkohoi im Bier.

  • Wia hoch is da Alkohoighoid vom Bier?

    Da Alkohoighoid vom Bier werd in Volumen Prozent ogem (alc. Vol. %). Da Alkohoighoid hängd vom Schdammwürzeghoid (siehe Schdammwürze) vorm Vergärn ob.

    • Leichtbier 2.0 – 3.2 alc. Vol. %
    • Lagerbier 4.2 – 5.3 alc. Vol. %
    • Schbezialbier 4.8 – 5.7 alc. Vol. %
    • Festlbier (Märzen) 5.1 – 5.7 alc. Vol. %
    • Bock 6.8 – 8.5 alc. Vol. %
  • Wia entschdehd dunkls Bier?

    Beim Brauprozess werd a klara Teil dunkls Moiz dazua doa. Desweng kriagd des Bier sein typischn dunkln Farbcharakter. Des dunkle Moiz entschdehd durch a längers Trocknen vom Grünmoiz (s. Beschreibung zu "Wos is Moiz?") bei höhrer Tempratur (105°) ois hells Moiz (80°). Den Trocknungsprozess hoaßt ma in da Mälzer-Schbrach"darrn".

  • Wos is da Undaschied zwischn unda- und obagärigm Bier?

    Man undascheid zwoa Artn von Bierhefe: De undagärige- und die obagärige Hefe. De undagärige Hefe endfoid sich am besdn bei na Tempratur von 5-12° und sinkd währnd da Vergärung vom Bier zu Bodn (-> Undagärung). Undagärige Biere hoaßn a Lager-Bier. De obagärige Hefe brauchd a Tempratur zwischn 12 und 20° und schdeigd währnd da Vergärung nauf (-> Obergärung).

    De Hefe beeinflussd maßgeblich an Gschmack vom Bier.

    • Beischbui für undagärigs Bier: Olle Lager Biere, Münchner, Pilsner, Dortmunder, Wiener.
    • Beischbui für obagärigs Bier: Weiznbiere, Alt, Kölsch, bitter Ale, pale Ale, Lambic.
  • Wos is Moiz?

    Moiz werd voroim aus da Braugersdn und am Weizn hergschdeid. Beim Brauprozess werd durch Huif von Enzymen de Schdärgn in Zucka umgwandlt. De Enzyme dim rohn Gersdn oda Weizn net. De endschdenga ersd durchs sognannte "Mälzn". Beim Mälzn werdn de rohn Getreidekörndl in Wasser aufgweichd und nachad zum Keimen brochd. A boa Dog schbäda werd des Grünmoiz wieda trockned: "darrn". Dunkls Moiz werd beischbuisweis länger und hoaßa (105°) darrt ois Hells (80°). Moiz schmeckd süaßlich.

  • Wos is Hefe?

    De Hefe ghörd zu de oazellign Kleinsdlebewesn und ghörd zu de Pilze, de sich durch Schbrossung vermehrn. Scho ollawei hods der Mensch draufghabd, Hefe für ganz bschdimmde Zwecke auszumsuacha. So kenna mir z.B. de Backhefe, de Weinhefe und de Bierhefe. Sie werdn ois Reinkulturn weidazücht und san frei von begleitndn Bakterien oda unerwünschda Wuidhefe. Man undascheid de unda- und de obagärige Bierhefe (s. obn).

  • Wos is des Reinheitsgebot (von 1516)?

    Herzog Wilhelm von Bayern erlassd a Gsetz, des voroim erlaubd, wos für Rohschdoffe zur Herschdeiung von Bier hergnomma werdn derfa: Wasser, Moiz, Hopfn und schbäda a no Hefe.

  • Wos is Oa-, Zwoa- und Dreimaischverfahrn?

    Währnd dem Brauprozess werd de Moizschdärgn in Zucka umgwandlt, die dann schbäda im Brauprozess mid da Huif von Hefe zu Alkohoi umgwandlt werd. Die Umwandlung in Zucka gschiehd, indem as Wassa-Moiz-Gmisch (Biermaische) in am schdufnweisn Prozess von 40° auf 78° erwärmd werd. Dies kann nun auf zwoa verschiedne Artn gscheng:

    • Infusionsverfahrn: Würze werd wia Wassa aufm Herd erhitzd. Des Verfahrn werd in de meistn Brauerein hergnumma.
    • Oa-, Zwoa- und Dreimaischverfahrn: Es werd a Teil der Maische abzogn und kochd. Der Teil werd nachad wieda zur Hauptmaischn dazua doa. Dabei findt a Tempraturerhöhung schdatt. Des kann nun 1 – 3 moi bassiern (desweng hoaßt des Oa-, Zwoa- und Dreimaischverfahrn).

    Durch den Kochprozess werd des Moiz schdärga ausbreit und es werdn mehra Gschmacksschdoffe aus den "Schbelzn" (Droadhülln vom Moizkorn) rausglöst. Des Bier werd dadurch leicht dunkler, und kriagd an vollmundign Gschmack.

  • Wos is a Zwicklbier?

    Zwicklbier is a net filtrierts oda hefetrübs Bier. Der Nama kummd vom "Zwickelhahn". Der Zwicklhahn ermöglichd am Braumeisda währnd der Ausreifung vom Gersdnsaft sei Bier zu probiern, bevors filtriert, pasteurisiert und in Flaschn oder Fassl abgefuit werd.

    As Zwicklbier hod durch die Hefe und des unpasteurisierte Verfahrn an süaßlichern und vollmundigern Gschmack. A Zwicklbier soid jedoch nia nach Hefe riechn, wos leida allzu ofd no vorkummd.

    As Zwicklbier is weniga lang hoidbar ois Gfilterts. Des Bier soid desweng sehr kühl und vor Licht gschützd glagerd werdn.

  • Wia lang dauerd der Brauprozess?

    Da eigndliche Brauprozess bis zur kühltn Würze dauerd ca. 10 Schdund. Nachad werds vergärd. De Gärung dauerd je nach Hefe 3 (obagärige Hefe) oder 7 (undagärige Hefe) Dog. Nachad werd des Bier 3 Wocha glagerd. Da Weg vom Moiz und Hopfn bis zum fertign Bier dauerd ca. 4 Wocha.

  • Wia werd alkohoifreis Bier hergschdeid?

    Alkohoifrei bedeid net 0% Alkohoi. Beim alkohoifrein Bier derfa per Gsetz 0,5 vol % Alkohoi drin sei. A Glasl alkohoihoidigs Bier (mit 5% Alkohoi) hod oiso genauso vui Ethanol wia 10 Glasl Alkohoifreis.

    Es gibd an Hauffa Verfahrn, wia ma am Bier den Alkohoi nimmd. A Methode bschdehd dodrin, an Gärprozess a weng früha abzubrecha, so dass de Hefe net an ganzn Zucka in Alkohoi umsetzd. Genau des passierd z.B. a beim Moizbier. Da Nachteil von dera abbrochna Gärung is, dass de bei da Gärung buidn "biertypischn" Gschmacksschdoffe feihn.

    Um trotzdem an klassischn Biergschmack zum kriang werd a andre Methodn hergnomma, nämlich das sog. Dialyseverfahrn. Do werd dem Bier Alkohoi nachdräglich gnomma. Des bassierd, indem ma des alkohoihoidige Bier an na Membran vorbeischickd. Auf da andern Seitn der Membran is a a Kreislauf mitm alkohoifrein Bier. Da de Natur imma a Gleichgwichd oschdrebd, wandan de Alkohoimoleküle (und leida a a boa gschmackswirgsame Moleküle) ausm Bier auf de andre Seitn der Membran. Dort werd da Alkohoi durch a Destillationskolonne fortwährnd verdampfd.

    Derzeit machd as alkohoifreie Bier nur rund 3 Prozent vom Bierverbrauch aus - Tendenz fallnd.

  • Wos is a Weißbier, Weiznbier?

    Weiß- oder Weiznbier is a obagärigs Bier, des aus mindestns 50% Weiznmoiz hergschdeid is. Des Bier is hauptsächlich in Süddeitschland verbreit. Es zeichnet sich durch a milde Hopfnbittre und dem typischn Weizngschmack aus.

  • Machd Bier dick?

    Erschdaunlich aba wahr. In vernünfdign Mengen drunga machd Bier net dicker ois andre Getränke. Bier hod ca. gleich vui Kalorien wia z. B. Apfe- oder Oranschnsaft. Bier is aba appetitanregnd, wos sich a auf Ihr Gwichd auswirgn kannd.

  • Wia vui Kalorien hod Bier?

    Hells Lagerbier hod 43 kcal. (180 kJ.) pro dl. Dunkls Bier hod 49 kcal. (205 kJ.) pro dl.

  • Aus wos bschdehd Bier?

    Olle %-Angabn san Gwichdsprozente:

    • Wassa 91.5 %
    • Exdragdschdoffe aus Moiz und Hopfn 4.2 %
    • Alkohoi 3.8 %
    • Kohlnsäure 0.5 %
  • Weiche Roin schbuid des Wassa beim Brauprozess?

    As Wassa hod früher bei da Bierzubereidung a wichdige Roin gschbuid. Durch de heidign Möglichkeidn der Wassaaufbereidung nimmd de urschbrüngliche Wassaqualität koa so an wesndlichn Schdeinwert mehr ei. Wos beeinflussd dann den Gschmack vom Bier? Wesndlich wichdiga ois as Wassa is da Brauprozess seiba, de Qualität vom Moiz und vom Hopfn, aba voroim de richdige Auswoih der Hefe.

  • Endhoid Bier weibliche Hormone?

    Bier endhoid weibliche Hormone, aba in so gringe Mengn, dass koan Einfluss aufn menschlichn Organismus hom. De Konzentradion miassad a boa hundad moi gräßer sei.